Buchinger Heilfasten
Der deutsche Arzt Dr. Otto Buchinger (1878 – 1966) befreite sich selbst von seinem Gelenkrheuma, indem er sich einer dreiwöchigen Fastenkur unterzog. Er gründete im Jahr 1920 die erste Fastenklinik Deutschlands und gilt als Begründer des medizinischen Heilfastens. Das Heilfasten kann nicht nur zu therapeutischen Zwecken, sondern auch als Prävention eingesetzt werden. Auf Basis des Buchinger Heilfastens entwickelte Dr. med. Hellmut Lützner das heutige Fasten für Gesunde.
Anleitung Heilfasten
Vor Beginn der Fastenkur wird der Körper in den sogenannten Entlastungstagen auf die Eingeleitet wird die Fastenkur offiziell mit dem Glaubern, der Einnahme von Glaubersalz zur Entleerung des Darms. Anschließend wird der Darm alle zwei Tage
mit etwa einem Irrigator gereinigt. Das Prinzip des Buchinger Heilfastens lautet nichts essen, nur trinken. Gemeint ist aber nicht, dass keine Speise verzehrt werden dürfen, sondern, dass diese ausschließlich flüssig sind.
Erlaubt sind Gemüsebrühen und Gemüsesuppen, Obstsäfte, Wasser, sowie ungesüßte Tees. Die Kalorien pro Tag belaufen sich auf 250-500 kcal. Pro Tag sollen mindestens zwei Liter getrunken werden. Dr. Otto Buchinger sah das Heilfasten auch
aus spiritueller Sicht und sprach von einer Diät für die Seele. Die Fastenzeit soll eine Zeit der inneren Einkehr sein. TV, Smartphone, etc. sollten daher gegen Bewegung in der Natur eingetauscht werden.
